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Am vergangenen Sonntag ging es zu einer der weitesten Auswärtsfahrten der laufenden Saison 2015/2016 nach Ellerau. Eine bekannte sympathische Truppe gegen die es bisher auf der Platte immer heiß her ging. Betrachtet man die Spiele der Vergangenheit mussten die Wölfe gegen Ellerau bereits schon Wunden verkraften. Nach einer deutlichen 36:26-Niederlage im Jahr 2010 folgten immer echte Krimis. Lagen die Wölfe in heimischer Halle einmal gegen Ellerau mit bereits 11 Toren zurück, kämpfe man sich bis auf ein Tor wieder heran, konnte am Ende jedoch das Spiel nicht mehr drehen. Mit einer 36:35 Niederlage folgte dann gegen diesen Gegner eines der torreichsten Spiele der Wölfe in der bisherigen Kreisoberliga-/Regionsligavergangenheit. Zuletzt gab es ein Zusammentreffen auf dem Relegationsturnier für die Regionsliga 2014/2015 in Oldesloe, in dem am Ende die Wölfe eine Naselänge vorne waren und dies den Aufstieg der Wölfe in die Regionsliga und den Abstieg der Mannschaft aus Ellerau zur Folge hatte.

Mit einem ungewohnten Bild starteten die Wölfe ins Spiel. Es war keine typische Erwärmungsphase zu erkennen in der der Gegner oftmals nur beschnuppert, der Start des Spiels jedoch unnötig verschlafen wurde. Aus einer kompakten Abwehr und viel Willen im Angriffsspiel ging es über ein 0:1 zur 4:1 Führung. In den ersten 5 Minuten wirkten die Hausherren tatsächlich wie ein ängstlicher Aufsteiger. Doch dann zeigte sich Ellerau von der kämpferischen Seite, wie sie den Wölfen bereits bekannt war und das Spiel drehte sich über ein 4:4 bis hin zum 5:8 in der Mitte der 1. Halbzeit. Ellerau zeigte den Wölfen dank starker Paraden des letzten Mannes in kurzer Zeit wie man einen 3 Tore Rückstand aufholt und sich selbst einen aufbaut. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich ein offener Schlagabtausch in dem die Wölfe es immer wieder über das 8:8, 9:10 und 11:12 schafften die Führung der Gäste schwinden zu lassen, jedoch sollte bis zum Halbzeitstand von 12:15 keine erneute Führung der Wölfe geben.

Da das Spiel, insbesondere in den Abwehrreihen, sehr hoch gehalten wurde, war die Pause zum Verschnaufen dringend erforderlich. Mit einer hohen Intensität und mehr Konzentration, die am Ende der 1. Halbzeit fehlte, sollte es zurück auf die Platte gehen. Den Wölfen war klar, dass Ellerau diese Intensität nicht über 60 Minuten halten würde.

Dieser Glaube an die eigene Leistung und die Arbeit sollten belohnt werden. In der ersten Hälfe der 2. Halbzeit schwächelten die Hausherren wie geplant, Würfe wurden nicht mehr in der letzten Konsequenz genommen, so dass auch Ralf im Tor immer besser ins Spiel kam. So konnten die Wölfe erstmalig das Spiel erneut über ein 15:16, 17:17, 20:18 und ein 21:18 (44 Min.) drehen. Auf der Trainierbank war klar, dass dieses Spiel noch entschieden war, so dass angewiesen wurde die aktuelle schwache Phase der Hausherren weiter konsequent zu nutzen. Der Sack sollte zu gemacht werden. So konnte weiter über das 25:21, 27:23 bis zum 30:25 (56 Minute) der Vorsprung auf 5 Tore ausgebaut werden. Es folgte ein Time Out der Wölfe. Noch 4 Minuten zu spielen, was könne schon noch kommen. In den Gesichtern der Männer aus Ellerau war jedoch noch keine Aufgabe zu erkennen. Die Hausherren stellten situationsbedingt ihre Deckung auf eine Manndeckung um. Es war daraus folglich offen, ob die Wölfe schnell den KO der Hausherren erzwingen oder ob Letzteren ihre letzte Chance nutzen würden. Zu Ungunsten der Wölfe zeigten die Ellerauer nun aber auch ihre Erfahrung und spielten eine starke Manndeckung, die die Wölfe zu unnötigen Fehlern im Abschluss und zu einfachen Tore der Hausherren führten. Noch ca. 2 Minuten zu spielen und Ellerau war wieder in Schlagreichweite zum 30:28 dran. Anschließend folgten noch zwei Zeitstrafen gegen die Wölfe, was im Ergebnis in doppelter Unterzahl den Druck „geringfügig“ erhöhte. Dann die spürbare Erlösung zu 31:28, aber das Spiel war noch immer nicht zu Ende. Ellerau verkürzte daraufhin wieder zum 31:29. Noch ca. 1 Minute zu spielen und die Wölfe im Angriff. Es bestand nun die Möglichkeit den Sack endgültig zu schließen, aber es folgte erneut ein unnötiger Ballverlust. Noch 40 Sekunden und die Zeit lief für die Wölfe. Die Ellerauer suchten verständlicherweise den schnellen Wurfe und…. Nein… Dieser ist im Tor und es wurde 30 Sekunden vor Ende auf 31:30 verkürzt. Dieses Spiel zeigte wieder einmal allen Zuschauern, warum dieser Sport bis zum Ende eines Spiels spannend und dadurch attraktiv bleibt. Der Spannungsbogen war gefühlt bereits überspannt. Am Ende schafften es dann die Wölfe jedoch die letzten 30 Sekunden zu verwalten und die wichtigen zwei Punkte zu erjagen.
Sicherlich hätten die Wölfe es nach der 5-Tore-Führung nicht mehr so spannend machen müssen und dürfen, doch stand auf der Seite der Hausherren eine Manndeckung, die tatsächlich bis zum Ende jederzeit den Willen hatte min. 1 Punkte Zuhause halten zu wollen. Dieses Spiel hat allen Beteiligten gezeigt, dass Ellerau keinesfalls nur als „Aufsteiger“ zu betiteln sein sollte und die Wölfe über die ganze Breite hin cleverer geworden sind umso ein Spiel für sich zu entscheiden.
Die erwartete Spannung war vorhanden. Die ARD sollte tatsächlich bei der nächsten Begegnung beider Mannschaften an einem Sonntagabend einmal darüber nachdenken, die Sendezeit von 20:15 auf die Anpfiffzeit zu verlegen und den Tatort Ellerau im Programm einzuführen. Die Spannung, wer der Punktemörder ist, ist garantiert.

Am kommenden Wochenende können vorerst die Knochen einmal geschont werden. Anschließend erwarten die Wölfe am 11.10.2015, um 18.00 Uhr, in der heimischen Buschkoppel die Gäste des SC Nahe 08. Alle Zuschauer sind herzlich Willkommen. Wir freuen uns auf eure Unterstützung.

Eure Wölfe
Der 1. Herren

   

Die nächsten Heimspiele  

 29.04.2018 Berliner Str

15:00 wJD - Glinde/Reinbek

17:00 1.Damen - Holsteinische Schweiz 2

06.05.2018 Buschkoppel

17:00 1.Herren - SC Nahe 08

   
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