Am heutigen Abend sollten jedoch noch einige Faktoren auf uns zukommen, die wir so nicht bedacht hatten. Vor dem Spiel wurden, statt Thies seinen Worten zu hören, lieber noch die Geschichten von der gemeinsamen Weihnachtsfeier vom Vorabend ausgetauscht und bei der Erwärmung im Gang hörte man des Öfteren „Ich kann jetzt schon nicht mehr, ich will nicht mehr!“

Beim Betreten der Platte waren die Bein nicht nur schwach. Man musste sich auch eher fragen, ob wir am heutigen Abend auf einer Eisplatte spielen sollen. Die Rutschgefahr des Untergrundes versprach schon keinen guten Ausgang für die Knochen. Dann war es auch noch für einige viel zu Spät und der Ball war eigentlich auch nicht so prall. Ein perfekter Abend, an dem Thies uns hätte lieber einfach mit einer Tasse Milch ins Bett oder auf die Couch schicken sollen.

So wie gejammert wurde, so wurde auch ins Spiel gestartet. Zwar konnten wir gleich mit dem 1. Angriff die aus unserer Sicht 1:0 Führung erzielen, jedoch war dies auch das Ergebnis, welches auf der Anzeigetafel lang nicht verändert werden sollte. In der Abwehr versuchten wir immer zusammen zu „rutschen“, da eine wirkliche Mann gegen Mann Deckung am heutigen Abend nicht möglich war. Dazu kam, dass die wenige Würfe in Richtung Tor durch Sven gut gehalten werden konnten. Im Angriff dagegen taten wir uns sehr schwer. Rutsche uns entweder der Ball aus den Fingern, so musste man bei jeder Aktion auch darauf Acht geben, dass man nicht gleich mit den Beinen wegrutscht. In ca. der 8. Minute konnte dann aber endlich das 2:0 erzielt werden. Ab diesem Zeitpunkt konnte man immer mehr feststellen, dass die Beine bei einigen wieder besser durchblutet wurden und wir auch immer besser mit den allgemeinen Bedingungen klar kamen. So konnten wir auch Stück für Stück unsere Führung über ein 6:3, 8:4 bis zum 10:6 ausbauen. Bereits zu diesem Zeitpunkt fiel jedoch auf, dass umso höher der Abstand wurde, umso mehr Härte (Frust) beim Gegner aufkam. Dies hatte zur Folge, dass unnötigerweise auch unsere eigene Bank immer unruhiger wurde. Das Spiel wurde langsam vom Eis(kunst)lauf zum Eishockey. Am Ende der 1. Halbzeit rutschten wir aber erfolgreich mit einem 14:8 in die Kabine.

In der Kabine wurde dann nach Mitteln gesucht, wie wir mit den Bedingungen den maximalen Erfolg, jedoch aber auch primär verletzungsfrei, erzielen können. Eine kurze Absprache und gezielte Anweisungen von Thies und es ging zurück auf die Platte.

Mit Beginn der 2. Halbzeit zeigte sich, dass wir uns genau die richtigen Gedanken gemacht hatten. Aus einer umgestellte 6:0 Deckung konnte genau der schwache Rückraum der Oldesloe genutzt werden. Entweder wurden die erforderlichen Blocks gestellt, hier insbesondere vom kleinsten Mittelblock der Liga mit Tom und Kai, oder die Würfe mühelos von Sven im Tor entgegengenommen werden. Da wir diese Bälle auch insbesondere für die 1. Welle verwerten konnten, konnten natürlich auch hier schnelle und vor allem einfache Tore erzielt werden. Die Umstellung der Deckung machte dem Gegner offensichtlich so sehr zu schaffen, dass bis zur 50. Minute über ein aus unser Sicht 19:9, 25:10 und 28:12 gerade einmal 4 Tore gegen uns erzielt werden konnten. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt bereits deutlich entschieden. Jedoch kam es auch noch einmal zu einem unnötigen und nicht geahndeten Foul gegen Kai, der ohne Ballbesitz einen so kräftigen Schlag gegen den Kiefer einstecken musste, dass noch am selben Abend sich der hintere Backenzahn komplett aus dem Kiefer verabschiedete.

Da im Rahmen der gestrigen Weihnachtsfeier die letzten Bierreserven vernichten wurden, musste ein Plan für die Neubeschaffung geschmiedet werden. Aufgrund der tollen Torwartleistung am heutigen Abend und dem Ziel der Bierbeschaffung durfte dann auch Sven mal aus dem Tor und im Zuge eines 7-Meters sein erstes Saisontor erzielen. (Evtl. auch das erste Punktspieltor seines Handballlebens). Somit muss noch geklärt werden, ob das Tor ein oder lieber doch gleich 2 Kisten wert ist.

Abschließend konnten wir die Partie verdient mit 32:15 für uns entscheiden.

Thies Fazit nach dem Spiel:

„Wer feiern kann, kann auch arbeiten!“

Nun haben wir die Hinrunde geschafft. Mit dem aktuellem Tabellenplatz 1 mit 18:0 Punkten sind wir sehr zufrieden. Das vergangene Jahr 2013 hatte seine Höhe und Tiefen. Bedauerlicherweise und das hatten wir uns rein selbst vorzuwerfen mussten wir uns nach der abgelaufenen Saison 2012/2013 aus der KOL-Süd in die Kreisliga verabschieden. In der laufenden Saison konnten wir uns jedoch erfolgreich neu sammeln. Dass wir zum diesjährigen Weihnachtsfest mit 18:0 Punkten die Tabellen anführen, hatten wir uns selbst so auch nicht ausgerechnet. Dies liegt jedoch aber auch insbesondere daran, dass es trotz des Abstieges noch genügend Unterstützer des Vereines gibt und wir auch in den Heimspielen in der Kreisliga immer ein zahlreiches und tolles Publikum hatten. Nach einer Saison mit knappen Niederlagen konnten wir in der Saison mal zur Entspannung deutliche Siege daheim feiern.

Aus unserer Sicht hätte es in der Hinrunde jedoch nur die Steigerung gegeben, wenn auch unsere 2. Herren den Tabellenplatz 2 hätte verteidigen können. Zwar versuchten wir am vergangen Sonntag, den 15.12.2013, die 2. Herren noch lautstark in Büchen zu unterstützen, durch die Niederlagen in Büchen wurde bedauerlicherweise aber auch der 2. Platz an Büchen abgegeben. Schade Männers!!!! Dennoch kann aber auch die 2. Herren Stolz auf Ihre Platzierung (3. Platz) nach der Hinrunde sein und muss sich vor niemanden in der Liga verstecken.

Nun dürfen wir uns alle erst einmal über die Feiertage ausruhen. Am 19.01.2013, um 17 Uhr, startet dann die Rückrunde mit unserem ersten Rückspiel in Büchen. Dort werden wir auf jeden Fall alles tun, damit die 2. Herren wieder an unsere Seite auf Platz 2 zurückkehren kann.

Wir freuen uns drauf. Die Mannschaft wünscht allen Lesern und dessen Familien ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest und ein guten und vor allem gesunden Rutsch ins neue Jahr 2014. Vielen Dank für eure Unterstützung.

Eure 1. Herren.